SVH II gegen T

06.10.2007 SV Hetzerath II      :      Türk Gücü Wittlich                   1 : 0   (0:0) Mit freundlichem Gruß von Sermo! (seıamıarimıa dan sermo) *– 3. Sieg in Folge – (*für Grammatik übernimmt der Verfasser keine Verantwortung 😉 

Nach einem schwachen bis mäßigen Saisonbeginn, kommt die zweite Mannschaft des SV Hetzerath immer mehr ins Rollen und hat aus den letzten fünf Partien 12 von möglichen 15 Zählern geholt. Der verdiente Lohn ist Tabellenplatz 5 – eine achtbare Position für die Reserve.

Gründe für die jüngsten Erfolge sind ein verbesserter Fitnessstand, ein großer Kader und eine stark verbesserte Moral der Truppe. Hinzu kommt, dass Siege bekanntlich das Selbstvertrauen stärken und die Unsicherheit mehr und mehr abgelegt wird.

Wie schon mehrmals in den letzten Wochen, standen an diesem Spieltag wiedermals 20 und gar mehr Spieler zur Verfügung und Trainer Kai-Uwe Lindenthal hatte erneut die Qual der Wahl bei der Benennung der Startformation. Taktisch gab es im Gegensatz zu den letzten beiden Partien eine Änderung, statt mit einer Spitze agierte die „Zwoote“ diesmal wieder mit zwei Stürmern – Michael Winnebeck und Daniel Kön. Auch wenn man also offensiver ausgerichtet war, wollte man den türkischen Gästen nicht ins „offene Messer“ laufen und vor allem kompakt und dicht stehen. Die optisch meist etwas präsenteren Gäste aus der Kreisstadt waren zu Beginn die aktivere Mannschaft und zeigten früh, welches Ziel sie sich für den Auftritt in Hetzerath gesetzt hatten, ohne sich jedoch zwingende Möglichkeiten zu erspielen. Erst nach einer guten Viertelstunde kam der SVH über den Kampf besser in die Partie und hatte in der Folge die besseren Torchancen: So streifte ein beherzter Schuß von Daniel Kön die Latte und Dirk Kreusch verfehlte nach einer tollen Hereingabe von Joachim Hoffmann per Kopf aus guter Position. Torlos ging es in die Pause. Schon vor Ablauf der ersten 45 Minuten mußte beim SVH gewechselt werden – der gelb-rot-gefährdete Sebastian Sungen wurde durch Markus Horsch ersetzt, der einmal mehr eine souveräne Leistung als Manndecker ablieferte.

Dass es der Reserve über 90 Minuten an Leistungskonstanz mangelt, zeigte sich in den Anfangsminuten der zweiten Halbzeit. Erneut nicht zu erklären, war ein plötzlicher Einbruch, der gekennzeichnet war durch unnötige Ballverluste und verschenkte Zweikämpfe. Die aktivere Mannschaft war in diesem Zeitraum Türk Gücü, die die Führung in dieser Phase sogar verdient gehabt hätte. Doch das Team fing sich langsam wieder und spätestens ab der 65. Minute bekam man wieder Überhand. Auslöser war Dirk „Sermo“ Stoffels. Sermo ließ sich den Ball nach einem Zweikampf nicht abjagen, legte sich das Leder nochmal zurecht und hämmerte den Ball aus 25 bis 30 Metern (unhaltbar für den Gästeschlussmann?) ins linke Eck – 1:0! Der Jubel war groß und Dirk holte sich gerne die gelbe Karte für seinen kurzen Striptease ab. Hetzerath bekam das Spiel wieder unter Kontrolle, plötzlich gewann man wieder die entscheidenden Zweikämpfe und hatte mehrfach gute Kontermöglichkeiten, das beruhigende 2:0 zu erzielen. Es scheiterten jeweils frei vor dem Torwart Hansi Kiemes, Marco Höfig und, erneut nach wunderbarer Vorarbeit von Joachim Hoffmann, Dirk Kreusch. Zugleich nahm das Spiel an Härte zu und vor allem von Seiten der Gäste waren viele Nickligkeiten zu beobachten. Folge war die rote Karte für Tamer Yigit von Türk Gücü. Kurz zuvor mußte auch ein Akteur unseres Teams frühzeitig den Platz verlassen – Joachim Hoffmann sah wegen wiederholten Foulspiels die gelb-rote Karte. Am Spielstand änderten diese beiden Ereignisse nichts mehr und der SVH behielt, aufgrund der zahlreicheren und besseren Torchancen, verdient die drei Punkte zuhause.

 

So kann es weitergehen! Die zweite Mannschaft des SV Hetzerath steht so gut wie noch nie zuvor nach acht Spieltagen in der B-Klasse da und findet sich unter den ersten fünf Teams der Tabelle wieder. Ziel sollte es nun sein, sich dort zu halten und weiter an der Stabilität des eigenen Spiels zu arbeiten. Ein weiteres Problem stellt weiterhin die Torausbeute dar. Mit 13:11 Toren aus acht Begegnungen hat man zwar mitunter die wenigsten Treffer kassiert, aber zumeist deutlich weniger Tore geschossen als die anderen Topteams der Klasse. Doch wie schon eingangs gesagt: Die Sicherheit der Mannschaft steigt von Spiel zu Spiel, irgendwann wird dies hoffentlich auch am Abschluß zu bemerken sein. Viel entscheidender ist jedoch der zurückgekehrte unbedingte Siegeswille und der richtige kämpferische Einsatz.

 

Die Mannschaft: Sebastian Marquenie, Christoph Mischo, Sebastian Sungen (ab 35. Markus Horsch), Daniel Eilenz, Joachim Hoffmann, Marco Höfig, Christian Höfig, Dirk Kreusch, Dirk Stoffels (ab 78. Jan Ritsche), Michael Winnebeck (ab 55. Hans-Georg Kiemes), Daniel Kön