SVH II gegen Kinderbeuren
09.04.2007 SV Hetzerath II – SV Kinderbeuren 1 : 1 (0:1)
Enorme Leistungsschwankungen am Osterwochenende
Eine schwache erste Halbzeit samstags gegen Lüxem folgte anschließend ein imposanter zweiter Durchgang mit vier Toren. Im Nachholspiel gegen die in dieser Saison stark enttäuschenden Gäste aus Kinderbeuren, die noch vor Beginn der Spielzeit mit zu den Aufstiegsfavoriten gezählt wurden, konnte man in den ersten 20 Minuten spielerisch da anknüpfen wo man am Samstag aufgehört hat. Spielerisch klar überlegen, erarbeitete man sich mehrere Möglichkeiten, die jedoch nicht genutzt wurden konnten. So scheiterte Hansi Kiemes mit einem 20-Meter-Knaller am Pfosten, Andreas Müller nach einer tollen Kombination am guten gegnerischen Keeper und Michael Winnebeck mit einem Kopfball nach Ecke von Guido Haas. Eine einzige Torchance reichte den Gästen, um mit 0:1 in Führung zu gehen. Einen Traumpass über 40 Meter von Tosten Neidhöfer verwertete der Kinderbeurener Stürmer zum 1:0. Direkt darauf musste der SVH zum ersten Mal wechseln. Jan Ritsche schied mit einer Leistenzerrung verletzt aus und machte Marco Höfig Platz, der in der Folge noch zu den besten Akteuren auf Seiten der Hausherren zählte. Wieder ging man mit einer 0:1-Rückstand in die Kabinen, bei einer Chancenstatistik von etwa 9:1.
Diesmal jedoch konnte man in der zweiten Hälfte nicht das Gleiche schaffen wie zwei Tage zuvor und aus dem Rückstand einen Sieg machen. Nein, diesmal zeigte man in den zweiten 45 Minuten die schlechteste Leistung seit langem. Statt die spielerische Überlegenheit auszunutzen und mit gepflegtem Passspiel nach vorne zu kombinieren, beschränkte man sich auf lange Bälle, ohne jedoch daraus Nutzen ziehen zu können. Statt sich gegenseitig anzufeuern, wurde mehr miteinander gemeckert und sich gegenseitig angeschrien. Das Spiel passte sich dem Verhalten der Elf auf dem Platz an, ein Stockfehler folgte dem anderen, Fehlpässe waren an der Tagesordnung. Wer die Mannschaft samstags in der zweiten Halbzeit sah und mit der (fast) gleichen Truppe heute verglich, muss sichtlich irritiert gewesen sein. Trotzdem lag der dennoch verdiente Ausgleich ständig in der Luft. Ralph Willems scheiterte mit einem Gewaltschuss an der Latte, Fabian Reuland verfehlte nach einer Ecke per Kopf nur knapp das Tor und ansonsten machte der Torwart der Gäste weitere Chance zunichte. In der 87. Minute gelang der Reserve aber dann doch noch das 1:1. Eine schöne Vorarbeit von Joachim Hoffmann, der den Ball über die Abwehrkette der Kinderbeurener lupfte, nahm Michael Winnebeck dankend an und schob am Tormann vorbei in die lange Ecke. Die wütenden Proteste des Gegners wegen einer nicht geahndeten Abseitsstellung änderten nichts am Ausgleichstreffer und so endete das Spiel mit 1:1.
Chancenverhältnis ca. 15 : 3. Über die meiste Zeit ein Spiel auf ein Tor. Dennoch nur ein Punktgewinn im 6-Punkte-Duell gegen den direkten Mitkonkurrenten aus Kinderbeuren. Schuld war vor allem eine miserable Leistung unseres Teams, insbesondere in der zweiten Hälfte.
Dennoch sollte man nun nicht den Fehler machen, wieder sofort alles schlecht zu reden und der Mannschaft das nötige Können, das sie in der zweiten Halbzeit gegen Lüxem und phasenweise in der ersten Halbzeit am heutigen Tag bewiesen hat, abzusprechen. Aus den letzten fünf Spielen gab es 13 Punkte – eine tolle Bilanz, die die „Zwoote“ aus dem gröbsten Abstiegskampf herausgeholt hat. Schwache Spiele gibt es immer mal. Heute war so eines. Verloren hat man nicht. Im Gegenteil: Mit dem späten Punktgewinn hält man den momentanen Tabellendrittletzten Kinderbeuren mit 8 Punkten weiterhin auf Distanz. Also, Spiel abhaken, Punkt mitnehmen und nun in den verbleibenden vier Partien, u.a. gegen die beiden Tabellenführer Platten und Türk Gücü, den Klassenerhalt perfekt machen. Auf geht’s, Jungs! Die Mannschaft: Sven Krames, Christoph Mischo, Jan Ritsche (ab 20. Marco Höfig), Fabian Reuland, Ralph Willems, Christian Höfig (ab 28. Sven Krämer), Joachim Hoffmann, Hans-Georg Kiemes (ab 79. Christian Hillmer), Guido Haas, Andreas Müller, Michael Winnebeck
